Spannende Fakten ueber Solarenergie, Solarpotenzial und Photovoltaik in der Schweiz - kompakt und verstaendlich.
Die Sonneneinstrahlung, die in einer Stunde auf die Erde trifft, wuerde den gesamten Weltenergiebedarf fuer ein Jahr decken. Wir nutzen bisher nur einen Bruchteil dieses enormen Potenzials.
Mit durchschnittlich 1'500 bis 2'100 Sonnenstunden pro Jahr liegt die Schweiz deutlich ueber Deutschland (1'300-1'900 Stunden). Besonders das Wallis und Tessin sind ueberaus sonnig.
Laut dem Schweizer Solarkataster sind etwa 85 Prozent aller Dachflaechen in der Schweiz fuer die Installation von Solaranlagen geeignet. Das entspricht einem enormen ungenutzten Potenzial.
Ein modernes Solarmodul mit 20% Wirkungsgrad erzeugt im Schweizer Mittelland rund 200 kWh Strom pro Jahr und Quadratmeter. Im Wallis koennen es bis zu 300 kWh sein.
Die Gestehungskosten fuer Solarstrom liegen in der Schweiz bei 5-10 Rappen pro kWh. Das macht Solarstrom guenstiger als Strom aus den meisten konventionellen Quellen.
Die energetische Amortisation eines Solarmoduls betraegt in der Schweiz 1 bis 2 Jahre. Danach produziert es 23 bis 29 Jahre lang saubere Energie - ein Faktor von ueber 20.
Solaranlagen oberhalb der Nebelgrenze erzielen im Winter fast doppelt so hohe Ertraege wie Anlagen im Mittelland. Schneereflexion und klare Luft machen den Unterschied.
Im Vergleich zum europaeischen Strommix vermeidet eine 10-kWp-Solaranlage jaehrlich 4 bis 5 Tonnen CO2-Emissionen. Ueber 25 Jahre sind das ueber 100 Tonnen eingespartes CO2.
Solarmodule nutzen nicht nur direkte Sonnenstrahlung, sondern auch diffuses Licht. Selbst an bewoelkten Tagen produzieren sie 10-30% ihrer Maximalleistung.
Das theoretische Solarpotenzial der Schweizer Daecher und Fassaden betraegt ueber 65 TWh pro Jahr. Der Stromverbrauch liegt bei rund 57 TWh. Rein rechnerisch genuegen also die Gebaeude.
Moderne Solarmodule haben eine Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren. Die Hersteller garantieren in der Regel mindestens 80% der urspruenglichen Leistung nach 25 Jahren.
Im Jahr 2004 lag der typische Modulwirkungsgrad bei 12%. Heute erreichen Standardmodule 20-22% und Laborrekorde liegen bei ueber 47% (Tandemzellen).
Obwohl der spezifische Ertrag geringer ist, ermoeglicht ein Ost-West-Dach die Belegung beider Seiten. Der hoehere Eigenverbrauchsanteil kann die Gesamtwirtschaftlichkeit verbessern.
Solarzellen arbeiten bei kuehlen Temperaturen effizienter. Pro Grad Celsius weniger steigt die Leistung um ca. 0.35%. Das macht alpine Standorte besonders produktiv.
Solarmodule bestehen hauptsaechlich aus Glas, Aluminium und Silizium - alles gut recycelbare Materialien. In der Schweiz werden sie ueber die SENS-Stiftung fachgerecht entsorgt und recycelt.
Die Kosten fuer Solarmodule sind seit 2014 um ueber 80% gesunken. Diese dramatische Kostensenkung macht Solaranlagen heute fuer praktisch jeden Hauseigentuemer erschwinglich.
Mit ueber 250'000 Solaranlagen waechst der Markt rasant. Im Jahr 2024 wurden ueber 1'500 MW neue Leistung installiert - das entspricht einer neuen Anlage alle 2 Minuten.
Mit einem Gewicht von 10 bis 12 kg pro Quadratmeter sind Solarmodule leichter als die meisten Dachziegel. Die statische Belastung ist daher fuer die meisten Daecher unproblematisch.
Moderne bifaziale Module koennen auch auf der Rueckseite Strom erzeugen, z.B. durch Reflexion von Schnee oder hellen Untergruenden. Der Mehrertrag kann bis zu 25% betragen.
Die Solarbranche in der Schweiz beschaeftigt ueber 10'000 Personen. Jede installierte Anlage staerkt die regionale Wirtschaft und schafft qualifizierte Arbeitsplaetze vor Ort.