Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.

Solarstrom im Winter: Erträge in der Schweiz

70-75% des Jahresertrags fallen auf April bis September. November bis Februar tragen nur 10-15% bei.

Alpiner Vorteil

Oberhalb der Nebelgrenze: Sonne statt Hochnebel. Schneereflexion erhoeht Einstrahlung um bis zu 25%. Alpine Anlagen erzielen 20-25% ihres Jahresertrags im Winter.

Strategien

Steilere Neigung: 50-70 Grad für tiefstehendes Winterlicht. Fassadenanlagen besonders interessant. Schneemanagement: Ab 25-30 Grad rutscht Schnee meist von selbst. Bifaziale Module: Nutzen Schneereflexion, bis zu 20% Wintermehrertrag.

Eigenverbrauch im Winter

Hoeherer Verbrauch, niedrigere Produktion. Fast der gesamte Winterstrom wird direkt genutzt. Winterstrom ist besonders wertvoll wegen höherer Marktpreise.

Jede im Winter selbst produzierte kWh spart den höheren Winterstromtarif und ist damit besonders wertvoll.

Fazit

Auch im Winter wird Strom produziert. Alpine Standorte bieten überraschend hohe Wintererträge und helfen, die Winterstromluecke zu schliessen.

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Warum Winterstrom in der Schweiz besonders wertvoll ist

In der Schweiz ist die Winterstromversorgung ein zentrales energiepolitisches Thema. Der Stromverbrauch erreicht in den kalten Monaten von November bis Februar sein Maximum, während die Solarproduktion im gleichen Zeitraum nur 10 bis 15 Prozent des Jahresertrags liefert. Diese saisonale Lücke führt dazu, dass die Schweiz im Winter regelmässig Strom aus dem Ausland importieren muss. Jede Kilowattstunde Solarstrom, die im Winter produziert wird, ist daher besonders wertvoll für die Versorgungssicherheit und auch finanziell attraktiv, da die Winterstrompreise höher liegen als im Sommer.

Die Winterstromproduktion lässt sich durch verschiedene bauliche Massnahmen optimieren. Steilere Modulneigungen von 60 bis 70 Grad steigern den Winterertrag um bis zu 30 Prozent gegenüber einer Standardneigung von 30 Grad. Fassadenintegrierte Module fangen die tiefstehende Wintersonne besonders effizient ein. Schnee rutscht von steilen Modulen zudem schneller ab, was die Verlustzeiten durch Schneebedeckung deutlich verkürzt.

Praktische Winterstrom-Strategien für Schweizer Haushalte

Verschiedene Strategien helfen, die winterliche Ertragslücke zu verringern. Die Kombination einer Solaranlage mit einer Wärmepumpe ist besonders effizient, da die Wärmepumpe den verfügbaren Solarstrom direkt nutzt und das Gebäude als thermischer Speicher dient. Im Kanton Bern und Luzern werden solche Kombinationslösungen zusätzlich über kantonale Programme gefördert. Ein Batteriespeicher von mindestens 10 Kilowattstunden ermöglicht es, den tagsüber produzierten Solarstrom für die dunklen Abend- und Nachtstunden zu speichern und so den winterlichen Eigenverbrauch deutlich zu steigern.

In Bergregionen wie Graubünden, Wallis und dem Berner Oberland profitieren Solaranlagen oberhalb der Nebelgrenze von klarem Winterwetter und der Reflexion durch Schneeflächen. Alpine Standorte können im Winter 50 bis 100 Prozent mehr Solarstrom produzieren als vergleichbare Anlagen im nebligen Mittelland. Die Pronovo-Einmalvergütung gilt unabhängig von der Modulneigung und dem Standort, sodass auch Fassadenanlagen und alpine Installationen die volle Förderung von einer Einmalvergütung gemäss Pronovo-Konditionen erhalten.

Schneelast und technische Anforderungen im Winter

Solaranlagen in schneereichen Regionen der Schweiz müssen für die entsprechende Schneelast ausgelegt werden. Die Schweizer Norm SIA 261 definiert die Schneelastzonen für jede Gemeinde präzise. In Höhenlagen über 1’000 Meter können Schneelasten von über 3 Kilonewton pro Quadratmeter auftreten, die Module und Montagesysteme zuverlässig tragen müssen. Schneefangvorrichtungen verhindern das unkontrollierte Abrutschen grösserer Schneemassen und schützen Personen und Gegenstände unterhalb des Dachs. Diese zusätzlichen technischen Anforderungen erhöhen die Installationskosten in Berggebieten um 10 bis 20 Prozent, werden aber durch die höheren Jahreserträge und den wertvollen Winterstrom mehr als kompensiert.

Kombination mit Wärmepumpe für optimale Winterversorgung

Die Kombination einer Solaranlage mit einer modernen Wärmepumpe ist in der Schweiz die effektivste Strategie zur Optimierung der Winterstromnutzung. Die Wärmepumpe wandelt eine Kilowattstunde Strom in drei bis fuenf Kilowattstunden Wärme um und nutzt dabei den verfügbaren Solarstrom besonders effizient. Das Gebaeude selbst dient als thermischer Speicher, indem es tagsübers mit Solarstrom beheizt wird und die gespeicherte Wärme über Nacht abgibt. Im Kanton Bern werden solche Kombinationsloesungen über das kantonale Gebaeudeförderprogramm mit zusätzlichen Beitraegen unterstuetzt. In den Kantonen Luzern und Aargau gibt es aehnliche Programme, die den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme in Kombination mit Solarenergie finanziell attraktiv machen und die Amortisationszeit der Gesamtinvestition deutlich verkuerzen.

Fassadenanlagen als Ergaenzung für den Winterertrag

Fassadenintegrierte Solaranlagen gewinnen in der Schweiz zunehmend an Bedeutung, da sie den Winterertrag deutlich steigern können. Die senkrechte oder leicht geneigte Montage an der Gebaedefassade foengt die tiefstehende Wintersonne besonders effizient ein und liefert genau dann Strom, wenn er am dringendsten benoetigt wird. Moderne farbige Fassadenmodule fuegen sich aesthetisch in die Gebäudehuellen ein und werden architektonisch zunehmend geschätzt. Die Pronovo-Förderung gilt auch für Fassadenanlagen vollumfaenglich, und die steuerliche Absetzbarkeit ist ebenso gegeben wie bei Dachanlagen. Informieren Sie sich bei spezialisierten Installateuren in Ihrer Region über die Möglichkeiten einer Fassadenanlage als Ergaenzung zu Ihrer bestehenden oder geplanten Dachanlage.

Energiemanagement und Speicherstrategien im Winter

Im Winter ist ein intelligentes Energiemanagement besonders wichtig, um den wertvollen Solarstrom optimal zu nutzen. Da die Produktionsfenster kuerzer sind, muss der verfügbare Strom gezielt eingesetzt werden. Prioritaet hat der Betrieb der Wärmepumpe während der Sonnenstunden, gefolgt von der Warmwasseraufbereitung und der Aufladung des Batteriespeichers. Smarte Energiemanagementsysteme passen die Verbrauchersteuerung automatisch an die Winterbedingungen an und berücksichtigen dabei auch Wetterprognosen für die kommenden Tage. So wird beispielsweise vor einer Schlechtwetterperiode der Batteriespeicher vollstaendig geladen und das Gebaeude vorgewaaermt, um die Autarkie auch bei mehreren trueben Tagen aufrechtzuerhalten.

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